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Verdacht Tennisarm – Wann hilft bildgebende Diagnostik

Verdacht Tennisarm – Wann hilft bildgebende Diagnostik

Veröffentlicht am 10. Juni 2021 | Allgemein Studien

Neben dem Tennisarm kann eine Vielzahl von Erkrankungen zu Schmerzen am äußeren Ellbogen führen. Die eingehende Anamnese und Untersuchung des Ellbogens ermöglichen meist die potentiellen Ursachen (Differenzialdiagnosen) anhand signifikanter Symptome und Befunde zu identifizieren.
Einschränkungen in der passiven/aktiven Bewegung können beispielsweise ein Hinweis auf Sehnenschäden, freie Gelenkskörper oder eine Plica (Falte der Gelenkschleimhaut) sein.
Bei Taubheit in den Fingern besteht der Verdacht auf eine Nervenkompression oder HWS-Problematik.

Bildgebung ist bei einer eindeutigen klinischen Diagnose des Tennisarmes nicht notwendig.1 Zur Abklärung möglicher Differenzialdiagnosen oder Begleitpathologien kann eine diagnostische Bildgebung sinnvoll sein.5
Eine Untersuchung mittels Ultraschalles ermöglicht Erkrankungen der Sehnen oder Bänder (z.B. Tennis-/Golferarm, Ellbogeninstabilität) und die einklemmende Plica dynamisch darzustellen.
Röntgenaufnahmen werden unter anderem zur Visualisierung von Kalk und Arthrose, genutzt oder bei Verdacht auf Frakturen und damit zusammenhängenden Komplikationen angewandt.
Sowohl das MRT (Magnetresonanztomografie), als auch das CT (Computertomografie) können zur Beurteilung des Ellbogens wichtige Erkenntnisse beitragen. Das MRT ist für die Darstellung von Sehnen und Muskeln besonders geeignet. Bei anhaltenden Schmerzen nach einer Fraktur oder Verdacht auf freie Gelenkskörper ist das CT sehr hilfreich.6

Die Erkenntnisse aus bildgebenden Verfahren ermöglichen es gezielt unterschiedliche therapeutische Verfahren anzuwenden (z.B. Infiltration, operative Dekompression).

 

Keypoints

I. Unspezifische Beschwerden und teils überschneidende Symptome erschweren die Diagnosestellung. Genaues zuhören/hinterfragen ist essentiell, wichtige Schlüsselwörter hierbei sind:

  • Anhaltender Schmerz (besonders nach Fraktur oder bei Kindern/Jugendlichen),
  • Taubheit in den Fingern,
  • Krepitus bei Bewegung,
  • Blockade, Einklemmen oder
  • Vermeidung von Bewegung.5,6

II. Bei anhaltenden (>6 Monaten), therapieresistenten Ellbogenschmerzen sollte mittels klinischer Testung, sowie bei Bedarf weiterführende Diagnostik eine andere Ursache in Erwägung gezogen werden.2,3

 


1 Schneider, M. M. et al., 2018. Der Tennisellenbogen - Stellenwert der manuellen und chirurgischen Therapie. Manuelle Medizin, 56 (2), S. 133-146.
2 Vavken, P., 2018. Evidenzbasierte Behandlung des lateralen Ellbogenschmerzes. Orthopädie & Rheumatologie, 3, S. 62-65.
3Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, 2018. gesundheitsinformationen.de. https://www.gesundheitsinformation.de/tennisarm-tennisellenbogen.html [Zugriff am 16 Mai 2021].
4Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, 2018. gesundheitsinformation.de. https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-ein-tennisarm-behandelt.html [Zugriff am 16 Mai 2021].
5 Vavken, P. & Rosso, C., 2017. Der schmerzende Ellbogen in der Praxis. Swiss Medical Forum, 17(44), S. 953-959.
6 Vavken, P. & Rosso, C., 2019. Die Untersuchung des Ellbogens beim Sportler. Swiss Sports & Exercise Medicine, 67(3), S. 26-32.

 

 

Chirohouse Chiropraktiker Berlin und Berlin-Mitte. www.chirohouse.de Verdacht Tennisarm. Zur Abklärung möglicher Differenzialdiagnosen oder Begleitpathologien kann eine diagnostische Bildgebung sinnvoll sein. Eine Untersuchung mittels Ultraschalles ermöglicht Erkrankungen der Sehnen oder Bänder (z.B. Tennis-/Golferarm, Ellbogeninstabilität) und die einklemmende Plica dynamisch darzustellen.