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Yoga und Sporttherapie helfen gegen chronischen Kreuzschmerz

Yoga und Sporttherapie helfen gegen chronischen Kreuzschmerz

Veröffentlicht am 26. April 2021 | Allgemein Studien

Sie machen den Sonnengruß, den Hund, die Kobra und den Krieger, täglich und weltweit: Yoga boomt. Dem Berufsverband der Yogalehrenden BDY zufolge dehnen, kräftigen und atmen Millionen Deutsche regelmäßig. Und die Wissenschaft untersucht fleißig, wie wirksam die altindische Heilmethode ist. Yoga ist eines der bestuntersuchten Verfahren der Komplementärmedizin. Rund 6000 Treffer ergibt die Pubmed-Suche allein beim Stichwort Yoga.

Doch Yoga macht nicht nur Spaß. Millionen Yogis praktizieren mit Yoga gegen Stress, Depression, Migräne, Schlaf-, Blutdruck-, Gelenk- und Muskelprobleme an. Beliebt ist Yoga zudem gegen Rückenschmerzen. Dabei bringen kleinste Bewegungsabläufe zunächst die Wirbelsäule wieder in Schwung. Anschließend werden die Rumpf- und Bauchmuskulatur gekräftigt und das Becken aufgerichtet. Zudem erhöht die Bewegungskunst die Durchblutung, so dass sich die Muskulatur erwärmt. Muskelverspannungen und der Druck auf die kleinen Wirbelgelenke lösen sich.

Yoga hat sich auch als effektive Therapie bei chronischen Kreuzschmerzen erwiesen. Allerdings war lange umstritten, wie effektiv Yoga sowohl zeitlich als auch im Vergleich zu anderen physiotherapeutischen Übungen ist. Aktuell bestätigt nun eine Metaanalyse: Yoga kann – ähnlich wie sport- und physiotherapeutische Übungen – Schmerzen nach vier bis acht Wochen effektiver verringern als keine Bewegung. Die körperliche Funktion kann Yoga sogar über zwölf Monate deutlich verbessern. Die Literaturrecherche schloss insgesamt 18 qualitativ hochwertig durchgeführte Studien ein.

Für Menschen mit chronischen Kreuzschmerzen heißt es also: Rauf auf die Matte, entweder beim Yoga oder beim Sporttherapeuten. Beim Yoga sind sowohl das klassische Hatha-Yoga erlaubt oder auch Iyengar-Yoga, das stark körperbetont ist und großen Wert auf Stehhaltungen legt. Vorsichtig sollten Menschen mit Rückenschmerzen bei jenen Varianten sein, bei denen flotte Bewegungen im Vordergrund stehen und bei denen viel gesprungen wird – wie zum Beispiel bei Power-Yoga oder Asthanga. Diese Yogaformen eignen sich erst, wenn die Rückenmuskulatur schon gestärkt ist.

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